Die Senioren-Union der Christlich-Sozialen Union

Portrait. Themen. Geschichte.

Die Senioren Union (SEN) ist eine Arbeitsgemeinschaft der CSU und hat sich seit ihrer Gründung 1999 als jüngste Arbeitsgemeinschaft der CSU neben der JU und der FU erfolgreich etabliert. Die Mitgliederzahlen wachsen kontinuierlich und nähern sich der 12.000-er Marke. SEN-UNION-BILD-1

Wir sind gegliedert in Orts-, Kreis- und Bezirksverbände.
Der Landesverband befindet sich in der Zentrale der CSU.

Die CSU und ihre Schwesterpartei CDU sind die einzigen Parteien, die für die Senioren eine eigene Organisation haben, der man durch Antrag (siehe Beilage) beitritt.
Dafür ist die Mitgliedschaft in der CSU nicht erforderlich; allerdings, dass man zu ihren Grundsätzen steht.
 
Ab 60 Jahren ist jeder bei uns herzlich willkommen, im Vorruhestand geht das auch schon früher.

 

Unsere Politik
Alle wichtigen Themen in der Politik interessieren uns. Wir äußern uns dazu, wenn das nötig erscheint. Unsere Mitglieder haben in einem langen Berufs- und Familienleben so viel Lebenserfahrung gesammelt, dass wir unseren Slogan ernst nehmen:

“Erfahrung gestaltet Zukunft”

Jugend - Erwerbsleben - Alter: Der dritte Lebensabschnitt des Modernen Menschen umfasst heutzutage einen größeren Zeitraum von bis zu vier Jahrzehnten, der durch die unterschiedlichsten Ansprüche gekennzeichnet ist, und: Die Gruppe der Älteren nimmt außerdem seit Jahrzehnten zu. Deshalb ist nachhaltige Politik für Senioren eine der zentralen Zukunftsaufgaben für die gesamte Politik. Wir fühlen uns als Anwalt der Älteren und vertreten deren Anliegen. Alle, die das interessiert, heißen wir herzlich willkommen.

Denn: Wir eröffnen neue Möglichkeiten aktiver politischer Mitgestaltung. Auch nach dem Ende der Erwerbstätigkeit können politisches Engagement und die auch ehrenamtliche Vertretung von Interessen eine Bereicherung sein.
Bei den Senioren sind Kompetenz, Ansprüche und Fähigkeiten breit gestreut, alle beruflichen und gesellschaftlichen Felder sind vertreten. Wenn wir uns zusammentun, sind wir fast überall firm und fit.

Unser politischer Anspruch beschränkt sich nicht auf die Belange der Senioren. Anders als in früheren Jahrzehnten haben wir unter uns viele dynamische “€žjunge Alte”, die eine neue Rolle in der Gesellschaft finden wollen. Die Aufgabe der Senioren-Union ist auch die Interessenvertretung jener, die sich selber nicht mehr helfen können, da zu sein für Senioren, die Pflege und Unterstützung brauchen und keine Lobby haben.

Keiner kann unsere Interessen kompetenter und glaubhafter vertreten als wir. “Senioren für Senioren!”

Wir streben deshalb nach einer angemessenen Vertretung der Senioren in allen politischen Gremien. Es darf keine festgelegte Altersgrenze für den Zugang zu einem politischen Amt geben.

Wir wenden uns gegen jede Art von Altersdiskriminierung auf allen gesellschaftlichen Feldern, auch im Berufsleben.

Wir denken und handeln generationenübergreifend.

 1. Die Alterssicherung

Es ist seit Langem nicht mehr möglich, seinen Lebensstandard nur mit Hilfe der gesetzlichen Rente zu finanzieren. Schon bald nach der großen Rentenreform von 1957 wurde über die Versorgungslücke in der Ruhestandsabsicherung diskutiert.
Als Versorgungslücke kann bezeichnet werden die nach dem Eintritt in den Ruhestand entstehende finanzielle Lücke, die sich ergibt aus dem Wegfall des Erwerbseinkommens und dem anschließenden Bezug der Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Zwei Drittel des letzten Bruttoeinkommens gelten als ausreichende Versorgung im Ruhestand. Ausreichend bedeutet jedoch nicht Fortführung des Lebensstandards wie bisher. Durch die politisch gewollte Verringerung der gesetzlichen Rente vergrößert sich die Lücke immer mehr.

Deshalb ist es weiterhin dringend geboten, die Altersvorsorge durch private, bereits bewährte Vorsorgemaßnahmen und, soweit möglich, durch betriebliche Altersversorgung zu ergänzen. Gerade die betriebliche Altersversorgung muss besonders gefördert werden, um sie für Arbeitgeber und Arbeitnehmer wieder attraktiv zu machen.

2. Gesundheit

In der Gesundheitsversorgung gilt: Vorsorge + Behandlung + Rehabilitation = Gesundheit. Auf allen drei Gebieten darf es keine Benachteiligung der Älteren geben. Die Kosten für gute medizinische Versorgung müssen auch für Rentner mit kleinem Einkommen bezahlbar sein.
Wir werden uns gegen jede Behandlung nach Kassenlage wehren.
Auch REHA-Maßnahmen dürfen nicht je nach Budget der Kassen oder nach Alter des Patienten zugemessen werden.

Wir begrüßen alle Maßnahmen zur Verstärkung der Prävention. Auch wir informieren deshalb über gesunde Ernährung und die Bedeutung von Bewegung ein Leben lang.

Wir fordern eine geriatrische Medizin mit Fachärzten, Krankenhausabteilungen, Kliniken und ausgebildetem Pflegepersonal, wie es in einigen unserer Nachbarländer eingeführt ist. Alle Maßnahmen müssen als Ziel die Herstellung der Selbständigkeit des Einzelnen und die Vermeidung der Pflegebedürftigkeit haben.

So, wie wir den Schutz des Lebens von seinem Beginn an fordern, so gilt das auch für das Ende eines Lebens. Sterben soll mit Palliativmedizin begleitet werden.
Nicht durch die Hand eines anderen soll das Leben beendet werden, sondern an der Hand eines anderen Menschen. Hier verdient die Hospizbewegung Unterstützung und Achtung.
Wir begrüßen alle Maßnahmen, die die Arztversorgung auf dem Land stärken:
- Anreize in Form von Zuschüssen zum Medizinstudium unter der Bedingung,     nach dem Abschluss mehrere Jahre in eine ländliche Region zu ziehen
- finanzielle Unterstützung bei der Praxisgründung.

Wir sind für den Wettbewerb der Versicherungen. Zu einem funktionierenden Versicherungssystem gehört der Erhalt der Privaten Krankenkassen. Jede zentrale staatliche Verwaltung der Krankenversicherung lehnen wir ab.

3. Pflege

An der Diskussion über die Pflege nehmen wir aktiv teil. Unser Konzept geht davon aus, dass jeder so lange wie möglich in seiner vertrauten Umgebung bleiben soll.
Mit der wachsenden Zahl an Pflegebedürftigen steigen die Kosten für den Pflegeaufwand. Bisher ging die Schere zwischen dem Budget der Pflegekassen und den angemessenen Erstattungen von Pflegeleistungen weit auseinander. Deshalb setzen wir uns von der Senioren-Union dafür ein, dass zusätzlich zur Pflichtversicherung ein eigener Pflege-Kapitalstock aufgebaut wird.
Unsere Ausbildung für Pflegekräfte ist vorbildlich in Europa, die Arbeits- bedingungen (Anerkennung, Bezahlung, Personalschlüssel) lassen die Umsetzung des Gelernten zu oft nicht zu.

Wir verlangen Transparenz bei den Pflegeheimen und im ambulanten Bereich sowohl für die Pflege als auch bei der Verwendung der Gelder.

Jeder Fall von schlechter Pflege ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Wir wollen, dass das Konsequenzen für die Verantwortlichen hat.

4. Älter werden auf dem Arbeitsmarkt

Trotz zunehmender Gesundheit und Fitness haben die Älteren schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wir wollen, dass ihr Potenzial an Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrung und Menschenkenntnis nicht weiter vergeudet wird. Wir begrüßen jedes Projekt, das dieser Entwicklung entgegenwirkt.

Wir fordern von der Politik, dass in Betrieben alle strukturellen Maßnahmen von der Weiterbildung über Prävention in der Gesundheit bis zur Vorbereitung auf die Zeit des Ruhestands gefördert werden.

Ein starres Eintrittsalter zum Ruhestand nach den gesetzlichen Vorgaben zur Rente lehnen wir ab. über die festgelegte Altersgrenze für die Rente und den Zeitpunkt der Pensionierung hinaus müssen Lösungen gefunden werden, berufstätig zu bleiben. Jeder soll so lange arbeiten dürfen, wie er kann und will.

5. Bildung - ein Leben lang  

Die Diskriminierung des Alters beginnt nicht erst mit dem Ruhestand. In Betrieben werden Beschäftigte, die noch voll im Erwerbsleben stehen, nicht mehr für Weiterbildung gemeldet, weil sich das angeblich “nicht mehr lohnt”.. Solche Ausgrenzung älterer Mitarbeiter bekämpfen wir mit allen politischen Mitteln. Es gibt zunehmend Betriebe, die mit gutem Beispiel vorangehen: Sie stellen ältere Mitarbeiter ein und bilden altersgemischte Gruppen und nutzen so die Erfahrung, Umsicht und Geduld der Senioren, zugleich aber die Innovationskraft der Jungen.

Lebenslanges Lernen und Bildungserwerb muss jenseits der Berufstätigkeit möglich bleiben. Der Staat fördert für Senioren den Zugang zu Bildungs- einrichtungen wie Volkshochschulen, Hochschulen, Museen und muss das auch in Zeiten knapper Kassen sichern.

Die aktive Rolle der Senioren in der Wissensvermittlung ist ein noch zu wenig erschlossenes Feld. Das breit gefächerte Wissen der Älteren ist kostbar und muss besser genutzt werden, vom Begleiten emeritierter Professoren für Studienanfänger bis zu den Meistern im Handwerk, die weiterhin Lehrlinge betreuen. Diese Weitergabe der Erfahrung, das “Lernen vom Alter”, gehört zu unseren Zielen.

Erwerb von Wissen und Bildung und deren Anwendung sind das beste Mittel, geistig beweglich zu bleiben und der Demenz vorzubeugen.

6. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Auch in der Lebensphase nach dem Beruf sind die Menschen zu Mitarbeit und Leistung in der Gesellschaft hoch motiviert. Das beweist die weit verbreitete Übernahme von Ehrenämtern in Vereinen, in sozialen Netzwerken und in den Gemeinden. Diese Leistung bedarf einer viel größeren Anerkennung vom Staat und der Öffentlichkeit, weil sie die “Älteren fit hält und der Gesellschaft viel Geld erspart.

7. Das Familienbild

Die wichtigste Zelle im Staat, die Familie, ist einem starken Wandel unterworfen und stark gefährdet. Fehlende Stabilität in den Beziehungen zwischen Mann und Frau und die fehlende Bereitschaft zu dauerhafter Bindung führen immer häufiger zu wechselnder Zusammensetzung der Familien (Patchwork-Familie), zu Auflösung und Vereinzelung. Leidtragende sind immer die Kinder. Als stabilisierender Faktor bieten die Großeltern oder Ersatzgroßeltern den Kindern Sicherheit und Beständigkeit.

Die Familie ist für die Zukunft des Staates ein unersetzlicher Grundstein. Dazu gehören alle Generationen, auch die Großeltern. Sie sind vielfach die Stütze und Hilfe der jungen Familie. Die Seniorengeneration hat immer nach dem Motto gelebt  “Unsere Kinder sollen es einmal besser haben.” So hat sie gezielt an der Zukunft der Nachfolger mitgebaut.
Diese Nachhaltigkeit in der eigenen Lebensführung sichert vielen jungen Familien heute ein erträgliches oder gutes Auskommen. Zudem sind die Älteren häufig für ihre Enkelkinder da, ermöglichen so die Berufstätigkeit vieler Mütter. Sie teilen ihr Erspartes mit warmer Hand. Die Senioren wollen vor allem eines nicht: Auf Kosten ihrer Kinder leben.

Familie ist, wo Leben beginnt und Liebe niemals endet

8. Wohnen

Senioren sollen so lange wie möglich selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben. Das ist ein wesentliches Stück Lebensqualität. Dafür sind die meisten Eigenheimbauten der vergangenen Jahrzehnte und die meisten Mietwohnungen nicht geeignet. Wohnbaugenossenschaften haben damit begonnen, für Milliarden von Euro den Altbestand so zu sanieren, dass Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit ihre gewohnte Umgebung behalten können. Bei Neubauten von staatlich geförderten Wohnungen sollte deshalb grundsätzlich so gebaut werden, dass Menschen mit Handi-cap darin autonom leben können.

9. Der öffentliche Raum

Auch der Erhalt der Mobilität im Wohnquartier, in der Kommune und darüber hinaus ist wichtig für die Lebensqualität. In den Städten und auf dem Lande müssen so lange wie möglich der Supermarkt, der Arzt, die Bank oder die Behörde erreichbar sein.
Die aktive Teilhabe am Verkehr als Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger soll erhalten bleiben. Eine Pflichtuntersuchung nur für ältere Menschen zur Feststellung der Fahrtauglichkeit lehnen wir ab.
Wir setzen auf Eigenverantwortung, Sicherheitstrainings und Informationen über geänderte Verkehrsregeln.

Für Stadt und Land ist der ÖPNV auch für Ältere von großer Bedeutung. Die Anpassung von Bahnsteigen, Einstiegen und Liften muss weiterhin verbessert werden, ebenso die Bedienungsfreundlichkeit von Kartenautomaten.

Die Pflasterung von Plätzen nimmt oft zu wenig Rücksicht auf Ältere, die im Gehen eingeschränkt sind, mit einem Rollator oder Rollstuhl unterwegs sind. Unebene Oberflächen oder Stufen werden so zu Hindernissen.

Im ländlichen Raum ist der Bedarf an der Sicherung der Mobilität besonders groß. Die Ausarbeitung eines brauchbaren Alternativkonzeptes zum motorisierten Privatverkehr verlangt Fantasie, Investitionen und ehrenamtliches Engagement. Lösungen bringt, je nach Gemeinde, ein Rufbussystem, Sammeltaxi, ein Bürgerbus. In Landgemeinden muss die nächste Kreisstadt mit ihren Einrichtungen erreichbar sein. Hier sind die Kommunen in der Pflicht, vom Landratsamt bis zu den Rathäusern.

Im Landesentwicklungsplan fehlt bisher jede Berücksichtigung der Demografie, was den kommunalen Lebensraum betrifft. Der Bedarf nicht nur der Älteren nach einer innerörtlichen Versorgungsstruktur (Einkaufen, Servicestellen,  Arztversorgung, Positionierung von Pflegeheimen ...) wurde nie berücksichtigt.
Die einzelnen Kommunen sind gefordert, mit Bürgerbeteiligung dafür Konzepte zu entwickeln.

10.Energie

Mit dem doppelten Ausstieg aus der Atomkraft und den fossilen Energien hin zu regenerativen Energien steht Deutschland vor einer gewaltigen Aufgabe.

Wir brauchen einen Plan, der die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Energiewende und die noch zu lösenden Aufgaben aufzeigt.

Wir befürworten den koordinierten Ausbau von regenerativen Energieformen. Energie muss aber für die Wirtschaft und den Bürger umweltfreundlich, kostengünstig und zuverlässig zur Verfügung stehen.

Es ist den Bürgern, den Älteren und den finanziell Schwachen nicht zuzumuten, dass die Energiekosten private Haushalte wie eine zweite Miete belasten.

Ehrenvorsitzende

Dr. Gebhard Glück + (Gründungsvorsitzender)
Vera Eckle, Nürnberg
Prof. Dr. Konrad Weckerle, Landshut

Vertretung in Europa

Wir beschränken uns in unserem Einsatz nicht auf daheim, weil Europa inzwischen unser “zu Hause” ist.
In der Europäischen Senioren Union mit Sitz in Brüssel ist die Senioren-Union von Anfang an vertreten. Seit 2008 vertritt uns Elke Garczyk als Vizepräsidentin in Brüssel.

Mitglied im Parteivorstand und Präsidium

Durch Entscheid des Vorsitzenden Horst Seehofer und des Parteivorstandes gehört der Vorsitzende der Senioren Union dem Parteivorstand und neuerdings mit FU und JU auch dem Präsidium der CSU an.

Wir sind in.

Sie sind noch out?

Wir freuen uns auf Sie!

 

 

 

 





Quelle: www.wikipedia.de

 

Internetseite der Senioren-Union: http://www.csu.de/partei/parteiarbeit/arbeitsgemeinschaften/sen/

 

 

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Senioren-Union Oberthulba  |  Ortsvorsitzender:  Manfred Manger  |  Zu den Mühlen18  |  97723 Oberthulba  |  Telefon: 09736 / 602

 

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